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30.06.2010, 14:56 Uhr Übersicht | Drucken
Flagge zeigen gegen Intoleranz und Integrationsfeindlichkeit

CDU-Chef Henkel und weitere Vertreter der Berliner Union haben sich solidarisch mit arabischen und türkischen Geschäftsleuten gezeigt, die eine riesige Deutschlandflagge in der Sonnenallee angebracht haben.

Foto: Reitze
 
Die Fahne war in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel von linken Autonomen gewesen. Henkel erklärte, er freue sich, dass Deutsche und Migranten wie schon bei der WM 2006 im eigenen Land auch in diesem Jahr feiern und fröhlich deutsche Fahnen schwingen würden. "Die sympathische Aktion einiger Geschäftsleute in Neukölln ist ein besonders eindrucksvolles Symbol der Verbundenheit zu unserem Land. Der unverkrampfte Umgang mit unserer Nationalflagge zeigt, dass wir weltoffen und selbstbewusst zugleich sind."

Umso verwerflicher sei es, dass linke Autonome im Internet offen zur Flaggenjagd aufrufen und Zuwanderern ihr Bekenntnis zu Deutschland vorwerfen würden, so Henkel. "Diese Intoleranz und dieser Hass auf unser Land sind unerträglich. Wer Patriotismus und Integration als Bedrohung empfindet, der ist selbst nicht in unserem Land angekommen. Wir bekunden unsere Solidarität mit den Geschäftsleuten in Neukölln und werden es nicht hinnehmen, dass einige Chaoten allen anderen mit Vandalismus und Gewalt vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben."

Der CDU-Politiker weiter: "Einheimische und Zuwanderer sollten jetzt erst recht Flagge zeigen – gegen Intoleranz und Integrationsfeindlichkeit. Dafür bietet sich das Spiel am Samstag gegen Argentinien an. Es kann kaum einen besseren Anlass geben als die begeisternden Spiele unserer Jungs in Südafrika. Wenn Müller, Podolski und Özil gemeinsam im Mittelfeld zaubern, dann ist das gelebte Integration und ein wunderbares Signal, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als allein."



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